Die Preise für Zigarren und Pfeifentabak stehen 2026 erneut im Fokus – und das aus mehreren Gründen. Zwar wurden Zigarren, Zigarillos und Pfeifentabak offiziell von den jüngsten Tabaksteueränderungen ausgenommen, doch die Realität für Händler und Konsumenten sieht komplexer aus. Die 5th Avenue sprach im Herbst 2025 sogar vom "Todesstoß für Zigarren und Zigarillos". Was ist da dran? Was kommt dieses Jahr auf Zigarren- und Pfeifenraucher zu?
Preiserhöhungen bei Zigarren & Pfeifentabak: Was Raucher 2026 wissen müssen
Für den Importeur von kubanischen Zigarren geht es um viel: Durch hohe Zölle beim Import aus Kuba, gestiegene Preise bei Habanos S.A und dem Abfluss von Ware nach China, ist die 5th Avenue Trading GmbH besonders stark von Steuererhöhungen bei Zigarren und Zigarillos betroffen. Kubanische Zigarren sind schon jetzt teuer. Kubanische Zigarillos sind bisher preislich im Rahmen. Im Herbst 2025 hat man im "Havanna News" vom "Todesstoß für den Genuss" gesprochen und Zahlen genannt:
Seitens der EU soll die Mindeststeuer soll von 12 auf 143 Euro erhöht werden. Auf welche Basis sich diese Erhöhung bezieht, wurde nicht genannt. Jedenfalls soll es sich um eine Steigerung der Steuer um 1.093 Prozent handeln, schrieb man damals. Bei Kopp Tobaccos in Rellingen spricht man ebenfalls von Preissteigerungen. So ist zum Beispiel gedrehter Curly Tabak um 100% teuerer geworden. Weltweit gibt es nur noch eine Maschine, die diesen Tabak herstellen kann.
Warum Zigarren und Pfeifentabak teurer werden
Auf EU- und nationaler Ebene treiben mehrere Faktoren die Preise nach oben:
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Steigende Rohstoffkosten: Große Importeure und Händler wie Kopp Tobaccos haben bereits angekündigt, zum Februar und Juni 2026 Preiserhöhungen durchzuführen, da die Kosten für Rohtabake deutlich gestiegen sind – ein Effekt, der alle Tabaksegmente trifft. (Brancheninfos)
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Marktsituation bei Importwaren: Auch bei kubanischen Zigarren zeichnen sich Preissteigerungen ab, zwar moderat (z. B. ungefähr +3–4 % in Spanien laut aktuellen Preislisten), aber spürbar für viele Klassiker aus Havanna.
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EU-Regulierungsdruck: Die Debatte um eine Reform der EU-Tabaksteuerrichtlinie sorgt weiterhin für Unsicherheit. Branchenvertreter warnen, dass radikale Steueranhebungen – wie ein Vorschlag, Mindeststeuern für Zigarren und Zigarillos von derzeit sehr niedrigen Niveaus stark zu erhöhen – den Markt „tödlich“ treffen könnten.
Die Rolle der Tabaksteuer 2026
Ab dem 1. Januar 2026 traten für viele Tabakbereiche neue Steuertarife in Kraft – vor allem für Zigaretten, Wasserpfeifen- und Heiztabak, die deutlich teurer wurden. Zigarren und Pfeifentabak blieben zwar offiziell von direkten Steigerungen ausgenommen, doch indirekt spüren Händler und Konsumenten die Marktverschiebungen durch höhere Betriebs- und Beschaffungskosten.
Pfeifentabak: Stand der Preisentwicklung
Während Pfeifentabak steuerlich – anders als Feinschnitt-Tabak, Zigaretten oder E-Liquids – nicht direkt in die erhöhten Steuertarife fällt, steigen auch hier die Preise im Handel:
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Rohstoffpreise für hochwertiges Virginia, Burley und orientalen Tabak sind global teurer geworden.
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Logistik- und Produktionskosten drücken auf die Margen, was viele Hersteller und Händler an die Endkunden weitergeben.
- Das von der EU eingeführte "Track & Trace" kostet die Hersteller 1-1,5 Euro pro Tabakdose und etwa 4-8 Euro pro Zigarrenkiste.
Das Ergebnis: Pfeifentabak wird in der Regel teurer, häufig in Form kleiner, aber stetiger Aufschläge über das Jahr hinweg. Was man dagegen tun kann? Pfeifentabak online kaufen, einfrieren und liegen lassen. Dabei aber die Stromkosten nicht vernachlässigen, ansonsten geht die Rechnung zum Schluss doch nicht auf...