Charakter und Rauchverhalten gerader Pfeifen
Straight Pfeifen zeichnen sich durch einen vollständig geraden Verlauf von Pfeifenkopf und Mundstück aus. Diese Bauweise sorgt für ein besonders direktes und unverfälschtes Rauchverhalten, da der Rauch ohne Umwege zum Mund gelangt. Viele erfahrene Raucher schätzen an geraden Pfeifen, dass sich Aromen sehr klar und differenziert entfalten.
Zudem gelten Straight Pipes als äußerst pflegeleicht, da sich Pfeifenreiniger problemlos bis in den Kopf schieben lassen. Ein möglicher Nachteil liegt in der Handhabung: Gerade Pfeifen liegen weniger stabil im Mund als gebogene Modelle und werden daher häufig in der Hand geraucht, was sie ideal für bewusste, ruhige Rauchmomente macht.
Klassiker, Ikonen und berühmte Persönlichkeiten
Die wohl bekannteste Straight Pfeifenform ist die Billard Pfeife, die als Inbegriff der klassischen Tabakpfeife gilt. Berühmtheit erlangte die gerade Pfeife nicht zuletzt durch die fiktive Figur Sherlock Holmes, der häufig mit einer geraden Pfeife dargestellt wird – Sinnbild für Klarheit, Logik und Konzentration. Auch viele historische Persönlichkeiten und Gentlemen bevorzugten Straight Pipes, darunter der britische Pfeifenpionier Alfred Dunhill, dessen Designs bis heute als Maßstab gelten.
Leider gibt es Dunhill Pfeifen heute kaum noch zu kaufen. Experten sagen: "Was Verarbeitung und Raucheigenschaften von Dunhill Pfeifen anging, waren das die besten Pfeifen überhaupt." Gerade Pfeifen stehen insgesamt nicht nur für Geschmackstreue, sondern auch für Stilbewusstsein und Tradition.
Wer eine authentische, klassische Pfeife sucht, findet in Straight Pfeifen einen zeitlosen Begleiter mit Charakter. Die beiden Alternativen sind Half-Bent Pfeifen (leicht gebogen) und Bent Pfeifen (stark gebogen).