60 Jahre Cohiba - 5th Avenue berichtet

60 Jahre Cohiba - 5th Avenue berichtet

2026 feiert Cohiba ein besonderes Jubiläum: 60 Jahre sind vergangen, seit aus einer geheimnisvollen Privatmischung eine der berühmtesten Zigarrenmarken der Welt wurde. Die aktuelle Ausgabe der „Havanna News“ widmet sich diesem Geburtstag ausführlich und erzählt noch einmal jene Geschichte, die Cohiba bis heute mit einer besonderen Aura umgibt.

60 Jahre Cohiba: Die Legende lebt – auch wenn sie selten geworden ist

Der Ursprung der Marke liegt nicht in einer klassischen Produktentwicklung, sondern in einer persönlichen Entdeckung. Eduardo Rivera Irizarri fertigte in Havanna eigene Zigarren, sogenannte Fumas, die über Bienvenido „Chicho“ Pérez Salazar schließlich zu Fidel Castro gelangten. Castro war von diesen Zigarren so angetan, dass sie bald regelmäßig für ihn und ausgewählte Gäste gefertigt wurden. Auch bedeutende Persönlichkeiten erhielten diese besonderen Zigarren als Geschenk, lange bevor Cohiba zu einer offiziellen Marke wurde.

Eine zentrale Rolle spielte dabei die Manufaktur El Laguito in Havanna. Dort entstand nicht nur der spätere Produktionsort der Cohiba, sondern auch ein ganz besonderes Kapitel kubanischer Zigarrengeschichte: Frauen wurden als Torcedoras ausgebildet und lernten in kleiner Gruppe das anspruchsvolle Rollen der langen, schlanken Formate. 1966 zog die Fertigung in das Gebäude, das heute als El Laguito-Manufaktur bekannt ist. Aus einer exklusiven Zigarre für höchste Kreise wurde Schritt für Schritt ein Symbol für kubanische Tabakkultur.

Bis heute steht Cohiba für ausgewählte Tabake, besondere Verarbeitung und eine unverwechselbare Geschichte. In der „Havanna News“ wird auch auf die zusätzliche Fermentation bestimmter Tabake hingewiesen, die zum besonderen Charakter der Cohiba beitragen soll. Ob Mythos, Handwerk oder Historie – kaum eine andere Marke verbindet diese Elemente so stark wie Cohiba.

Das Jubiläum zeigt, wie selten echte Habanos geworden sind

Gleichzeitig zeigt das Jubiläum auch, wie selten echte Habanos inzwischen geworden sind (dafür existieren immer mehr Fake-Havannas). Seit der Übernahme der Sächsischen Pfeifenstube haben wir in Leipzig ausschließlich Cohiba Zigarillos zu Gesicht bekommen, darunter immerhin Formate wie die Cohiba Wide Short. An echten kubanischen Premiumzigarren kam bislang nur eine einzige Kiste Partagás Serie D No. 4 bei uns an. Für Liebhaber ist das natürlich ein zwiespältiges Gefühl: Die Begeisterung für Habanos ist ungebrochen, doch die Verfügbarkeit bleibt schwierig.

Gerade deshalb wirkt das 60-jährige Cohiba-Jubiläum fast ein wenig nostalgisch. Man liest über El Laguito, über Castro, Chicho, Eduardo Rivera und die Geburt einer Legende – und schaut gleichzeitig auf ein heutiges Sortiment, in dem kubanische Zigarren nur noch selten auftauchen. Was früher für viele Aficionados selbstverständlich war, ist heute etwas Besonderes geworden.

In der Sächsischen Pfeifenstube bleibt Cohiba dennoch ein großer Name. Nicht, weil wir jederzeit volle Kisten anbieten könnten, sondern weil die Marke für eine ganze Welt des Zigarrengenusses steht: für Kuba, für Handwerk, für Geschichte und für jene besondere Faszination, die Habanos bis heute auslösen. Wenn Cohiba Zigarillos wie die Wide Short verfügbar sind, sind sie für viele Kunden zumindest ein kleiner Zugang zu dieser Welt.

60 Jahre Cohiba sind deshalb mehr als ein Markenjubiläum. Es ist ein Anlass, auf die Wurzeln der kubanischen Zigarrenkultur zu blicken – und zugleich ein ehrlicher Moment, um festzustellen: Habanos sind rar geworden. Vielleicht macht gerade diese Seltenheit den Reiz heute noch größer.