Nimmt Pfeifentabak am Meer einen salzigen Geschmack an?

Nimmt Pfeifentabak am Meer einen salzigen Geschmack an?

In der Genussbranche kennen wir alle die Werbeversprechen der Whiskybranche: „Unser Whisky weist salzige Nuancen auf, da das Salzwasser bis in die Lagerhäuser schwappt...“ Doch in Wirklichkeit lagert fast kein schottischer Inselwhisky mehr auf den Inseln, sondern in gigantischen Lagern auf dem Festland. Wir von der Sächsischen Pfeifenstube haben uns gefragt: Nimmt Pfeifentabak am Meer einen salzigen Geschmack an?

Sebastian ist nach Panama City geflogen und dann weiter an die Pazifikküste, um dort Experimente durchzuführen. Im Mittelpunkt stand dabei der DTM Treasures of Ireland Galway Pfeifentabak. Mit diesem Tabak haben wir Höhen und Tiefen durchgemacht. Grundsätzlich schmeckt die uns vorliegende Variante (ältere Version) recht naturnah, also kaum aromatisiert. Kakao und Gewürze waren im Schnitt bei ungefähr fünf Pfeifen die bedeutendsten Aromen. Das mag mit dem Alter des Tabaks zu tun haben.

Pfeifentabak mit Meeresluft

Einen Tag und eine Nacht lang lag der DTM Treasures of Ireland Galway am Strand in unmittelbarer Meeresnähe. Danach wurde er mehrfach getestet. Sebastian hat eine Geschmacksveränderung festgestellt und eine unterschwellige Salzigkeit war da oder hat er sich eingebildet. Jedenfalls hat der Pfeifentabak anders geschmeckt als in Panama City und ohne das Atmen der Salzluft.

Ob die Meersluft tatsächlich den Geschmack verändert hat, bleibt schwer zu sagen. Denn es gab weitere Einflussfaktoren. Der Tabak mag feuchter geworden sein. Er war in kurzen Phasen der sehr starken Sonne Panamas ausgesetzt. Jedenfalls war die Pfeife auf den Tabak eingeraucht, um weitere Verfälschungen auszuschließen. Was man definitiv feststellen kann: Die Meeresluft hatte keine negativen Auswirkungen auf den Geschmack, eher im Gegenteil. Die pfeffrige Komponente war reduziert und die sanfte Salznote war sehr angenehm.

Pfeifentabak direkt mit Salzwasser aus dem Meer beträufelt

Derselbe Tabak, den wir der einen Tag lang der Meersluft ausgesetzt haben, wurde anschließend mehrfach mit Salzwasser aus dem Pazifik beträufelt. Er stand eine Nacht offen direkt am Strand und wurde morgens wieder beträufelt. Durch das Salzwasser bliebt der Tabak ziemlich feucht, was belegt, dass das Salz am Loose Cut haften bleibt. Es zieht damit mehr Wasser aus der Luft an. Es verhält sich wie bei einem salzigen Handtuch, das aufgrund der Luftfeuchtigkeit nicht mehr trocknet.

Die Fragen waren nun: Lässt sich der Galway noch rauchen oder ist er zu feucht? Wie salzig schmeckt er? Welche anderen Auswirkungen hat das Salzwasser auf den Geschmack des Tabaks?

Beim ersten Test wurde folgendes festgestellt: In der Mittagshitze genossen, zeigte sich der recht feuchte Pfeifentabak von seiner besten Seite: Anfangs noch etwas eintönig, traten bald feine Kakaoaromen, Schokolade, eine Fruchtsüße sowie Spuren von Vanille hervor. Im weiteren Rauchverlauf war eine Toffeenote zu erkennen. Der Pfeifenfilter war dann wohl überfordert, der Geschmack blieb trotzdem bis zum Ende großartig - besser als alle Versuche zuvor. Möglicherweise schmeckte der Galway nun so, wie er eigentlich schmecken soll (wir haben nie eine frisch produzierte Einheit probiert). Von Salz war jedoch keine Spur zu erkennen.

Fazit zum Pfeife rauchen am Stand

Das Ergebnis des Tests war letztendlich ein ganz anderes als erwartet: Anstatt feiner Salzaromen sind wir in Panama mit einem vielschichtig schmeckenden Pfeifentabak belohnt worden, der ziemlich trocken zu uns nach Leipzig kam und in Panama City noch gruselig geschmeckt hat. Das Salzwasser hat den DTM Treasures of Ireland Galway regelrecht wiederbelebt! Er ist mit der zusätzlichen Feuchtigkeit zu einem ganz großen Geschmackserlebnis geworden. Jetzt tollen Pfeifentabak online kaufen - mit Salz oder ohne!