US-amerikanische Pfeifentabake erleben gerade einen Hype in Deutschland. G.L. Pease, Cornell & Diehl und Two Friends eroberten hierzulande in nur wenigen Jahren die Herzen vieler Pfeifenraucher. Und das obwohl es uns mit DTM, HU Tobacco, Kopp, den skandinavischen und britischen Pfeifentabaken eigentlich an nichts fehlt. 931 verkaufte Dosen Small Batch Tabak in zwei Stunden sprechen jedoch Bände. So geschehen bei einer Small Batch Edition aus dem Hause Cornell & Diehl im Februar 2026. Die Sächsische Pfeifenstube ist leer ausgegangen, auch weil wir von diesem Boom in Leipzig bisher nichts mitbekommen haben. Cornell und Diehl Tabak scheint sehr gefragt zu sein!
Das hat uns dazu veranlasst, uns mehr mit US-amerikanischen Pfeifentabaken zu beschäftigen und uns einmal durch die Tabakwelt von G.L. Pease, Cornell & Diehl und Two Friends zu probieren. Getestet haben wir mit Filter mit verschiedenen Pfeifen von Giordano, Stanwell sowie einer No Name Pfeife.
Windjammer, Haunted Bookshop Cake & Co im Test
G.L. Pease Windjammer: Dieser US-amerikanische Tabake legt einen sehr harmonischen Start mit schokoladigen Noten hin. Dann kommt mehr Würze ins Spiel. Der Tabak wirkt nun kraftvoller. Im Nachhall bleibt die schokoladige Komponente mit einer leichten Süße weiter präsent. Weißer, kaum scharfer Pfeffer tritt in den Vordergrund. Mit viel Pfeffer und einer leichten Karamellsüße geht es schließlich dem Ende entgegen. Der Rauch ist eher würzig als cremig. Die Stärke liegt im unteren bis mittleren Bereich.
➟ G.L. Pease Windjammer selbst testen
Cornell & Diehl Haunted Bookshop Cake: Vor dem Stopfen muss der Cake erst mal zerrupft oder rauchfertig geschnitten werden. Der Pfeifentabak beginnt dann mit einer schönen Süße. Zarte Karamellnoten tun sich auf. Danach setzt sich immer mehr Pfeffer durch.
➟ Cornell Diehl Haunted Bookshop Cake selbst testen
Cornell & Diehl Bijou Morning Flake: Der Start ist von natürlichen Tabakaromen geprägt. Bald tauchen neben pfeffrigen Noten Schokolade, Nuss und Karamell auf. Der Tabak zeigt sich jetzt richtig komplex.
➟ Cornell Diehl Bijou Morning Flake selbst testen
Cornell & Diehl Nutty Irishman: Nussig aber ohne Süße. Eine Spur Schokolade ist mit dabei. Leider verschwinden die Aromen im Rauchverlauf und es bleibt nichts als eine sanfte Pfeffernote.
➟ Cornell Diehl Nutty Irishman selbst testen
Cornell & Diehl Billy Budd: Intensiver Kaltgeruch nach Torf, Teer und Geräuchertem. Genauso schmeckt der Pfeifentabak auch. Besonders im Nachgeschmack kommt das Torfige voll durch. Dazu gesellt sich eine stetige Pfeffernote. Langer Nachhall der Aromen auch nach dem Rauchen der Pfeife.
➟ Cornell Diehl Billy Budd selbst testen
G.L. Pease Bankside: Sehr harmonischer Start mit feinen Kaffeearomen. Dazu mischen sich brotige Geschmackseindrücke und im weiteren Rauchverlauf pfeffrige Noten. Insgesamt ein sehr schön zu rauchender Pfeifentabak ohne große Highlights.
➟ G.L. Pease Tabak selbst testen
Fazit US-amerikanische Pfeifentabake
Nach dem Hype fällt das Fazit über die getesteten Tabake eher ernüchternd aus. Zugegebenermaßen haben wir uns mittlerweile durch viele andere Marken vor allem auch aus Deutschland getestet. Bei der Bewertung kommen die US-Amerikaner deutlich schlechter weg als zum Beispiel DTM Tabak. Wirklich überzeugen oder gar begeistern konnte uns keine der Proben. Für Liebhaber extremer englischer Mischungen mag der Cornell & Diehl Billy Budd mit seinen intensiven Noten nach Torf, Teer und Geräuchertem herausstechen. Zwar war der Start stets angenehm oder zumindest interessant, zu schnell verloren sich jedoch Komplexität und die Feinheit der Aromen. Das geht deutlich besser. Letztendlich haben wir jedoch nur einen Bruchteil probiert, so dass es bisher kein finales Fazit darstellen kann.