Warum geht meine Pfeife ständig aus?

Dass eine Pfeife während des Rauchens ausgeht, ist völlig normal. Selbst erfahrene Pfeifenraucher müssen ihre Pfeife gelegentlich neu anzünden. Wenn sie jedoch ständig ausgeht, liegt meist eine Kombination aus Tabakfeuchtigkeit, Stopftechnik, Zugverhalten und Pflege vor.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, warum Ihre Pfeife immer wieder erlischt und was Sie konkret dagegen tun können.

1. Der Tabak ist zu feucht

Eine der häufigsten Ursachen ist zu feuchter Pfeifentabak. Viele Tabake kommen relativ feucht aus der Dose oder dem Beutel. Feuchter Tabak brennt schlechter, erzeugt mehr Kondensat und führt dazu, dass die Glut schnell erstickt.

So erkennen Sie zu feuchten Tabak:
Wenn der Tabak stark klebt, sich sehr weich anfühlt oder beim Zusammendrücken nicht wieder locker auseinanderfällt, ist er wahrscheinlich zu feucht.

Lösung:
Legen Sie die benötigte Menge Tabak vor dem Rauchen für einige Minuten offen auf ein Blatt Papier oder einen Teller. Je nach Tabak reichen oft 10 bis 30 Minuten. Der Tabak sollte noch elastisch sein, aber nicht nass wirken.

2. Die Pfeife ist zu fest gestopft

Wenn die Pfeife zu fest gestopft ist, bekommt die Glut nicht genug Sauerstoff. Der Zug wird schwer, der Rauchfluss stockt und die Pfeife geht schnell aus.

Ein guter Test ist der Zugtest vor dem Anzünden: Ziehen Sie an der ungebrannten Pfeife. Der Luftzug sollte spürbar, aber nicht blockiert sein. Oft wird gesagt: Der Zug sollte etwa so leicht sein wie das Trinken durch einen Strohhalm.

Lösung:
Stopfen Sie lockerer. Besonders Anfänger drücken den Tabak häufig zu stark in den Kopf. Besser ist es, den Tabak schrittweise einzufüllen und nur sanft anzudrücken.

3. Die Pfeife ist zu locker gestopft

Auch das Gegenteil kann passieren: Ist der Tabak zu locker gestopft, entsteht keine stabile Glut. Der Pfeifentabak brennt ungleichmäßig, fällt zusammen und geht ebenfalls aus.

Lösung:
Achten Sie auf eine gleichmäßige Füllung. Der Tabak sollte locker beginnen und nach oben hin etwas fester werden. Nach dem ersten Anzünden kann der Tabak mit dem Stopfer leicht geglättet werden, damit eine gleichmäßige Oberfläche entsteht.

4. Das Anzünden war nicht gründlich genug

Viele Pfeifen gehen aus, weil sie zu Beginn nicht richtig angezündet wurden. Beim ersten Kontakt mit der Flamme hebt sich der Tabak oft etwas an. Danach muss er leicht angedrückt und erneut angezündet werden.

Bewährte Methode:
Zuerst kommt das sogenannte Vorzünden. Dabei wird die Oberfläche gleichmäßig erhitzt, bis der Tabak leicht aufquillt. Danach drücken Sie ihn mit dem Stopfer sanft glatt. Anschließend folgt das eigentliche Anzünden, bei dem Sie die gesamte Oberfläche gleichmäßig in Glut bringen.

5. Sie rauchen zu langsam oder zu vorsichtig

Langsames Rauchen ist grundsätzlich gut, weil es die Pfeife kühl hält und Zungenbrennen reduziert. Wird aber zu selten gezogen, kann die Glut nicht erhalten bleiben.

Lösung:
Ziehen Sie ruhig, regelmäßig und sanft. Es geht nicht darum, stark zu ziehen, sondern der Glut in gleichmäßigen Abständen etwas Sauerstoff zu geben.

6. Sie rauchen zu schnell

Auch zu schnelles Rauchen kann dazu führen, dass die Pfeife ausgeht. Klingt widersprüchlich, ist aber logisch: Schnelles Ziehen erhitzt den Tabak stark, erzeugt Feuchtigkeit und Kondensat. Dadurch wird der Tabak im Kopf nass und brennt schlechter.

Lösung:
Rauchen Sie bewusst langsam. Die Pfeife sollte warm, aber nicht heiß werden. Wird sie unangenehm heiß, legen Sie eine kurze Pause ein.

7. Es sammelt sich zu viel Feuchtigkeit in der Pfeife

Während des Rauchens entsteht Kondensat. Wenn die Pfeife innen zu feucht wird, kann der Rauchkanal beeinträchtigt werden. Die Pfeife blubbert, schmeckt säuerlich oder geht immer wieder aus.

Lösung:
Führen Sie während des Rauchens vorsichtig einen Pfeifenreiniger durch das Mundstück bis zum Holm, sofern die Pfeife das erlaubt. Nach dem Rauchen sollte die Pfeife gründlich auslüften und trocknen.

8. Die Pfeife wurde nicht ausreichend gepflegt

Eine ungepflegte Pfeife kann schlecht ziehen. Rückstände im Rauchkanal, ein verschmutztes Mundstück oder zu viel Feuchtigkeit im Holm beeinträchtigen das Brennverhalten.

Lösung:
Reinigen Sie die Pfeife nach jedem Rauchgang mit Pfeifenreinigern. Entfernen Sie lose Asche und lassen Sie die Pfeife ruhen. Viele Pfeifenraucher verwenden mehrere Pfeifen im Wechsel, damit jede Pfeife ausreichend trocknen kann.

9. Der Tabak ist schwer zu rauchen

Nicht jeder Tabak brennt gleich gut. Grobe Schnitte, Flakes oder sehr aromatische Mischungen können mehr Erfahrung erfordern. Aromatische Tabake enthalten oft mehr Feuchtigkeit und Zusätze, wodurch sie leichter ausgehen können.

Lösung:
Für den Anfang eignen sich eher unkomplizierte, gut brennende Mischungen mit gleichmäßigem Schnitt. Flakes sollten sorgfältig vorbereitet, aufgerieben oder passend gefaltet werden.

10. Die Pfeife passt nicht zum Tabak

Auch die Form und Größe des Pfeifenkopfes beeinflussen das Rauchverhalten. Manche Tabake funktionieren besser in kleineren Köpfen, andere in größeren. Ein sehr tiefer Kopf kann für Anfänger schwieriger zu rauchen sein, weil die Glut über längere Zeit stabil gehalten werden muss.

Lösung:
Probieren Sie verschiedene Kombinationen aus Pfeife und Tabak. Notieren Sie, welcher Tabak in welcher Pfeife gut brennt.

Was tun, wenn die Pfeife trotzdem ausgeht?

Kein Grund zur Sorge: Eine Pfeife neu anzuzünden ist normal. Es ist besser, sie ruhig erneut anzuzünden, als hektisch oder zu heiß weiterzurauchen. Entfernen Sie bei Bedarf etwas Asche, drücken Sie den Tabak sanft an und zünden Sie gleichmäßig neu an.

Fazit: Meist liegt es an Feuchtigkeit, Stopfen oder Zugtechnik

Wenn Ihre Pfeife ständig ausgeht, liegt das meistens nicht an einer einzigen Ursache. Häufig ist der Tabak etwas zu feucht, die Pfeife zu fest oder zu locker gestopft oder die Glut wurde beim Anzünden nicht gleichmäßig aufgebaut.

Die wichtigsten Tipps auf einen Blick:

  • Tabak vor dem Rauchen etwas antrocknen lassen
  • Pfeife nicht zu fest und nicht zu locker stopfen
  • gründlich vorzünden und danach richtig anzünden
  • ruhig, langsam und regelmäßig ziehen
  • Pfeife nach jedem Rauchgang reinigen und trocknen lassen

Mit etwas Übung wird das Rauchen gleichmäßiger. Trotzdem gilt: Gelegentliches Neuanzünden gehört zum Pfeiferauchen dazu und ist kein Fehler.

Weitere Infos zum Thema Pfeifen hier im Ratgeber 

Pfeife rauchen - Anleitung

Pfeife richtig stopfen - wie geht das?

Pfeifen renigen - wie macht man es richtig?