Alec Bradley Coyol Zigarren stammen aus dem Jahr 2014
Vorgestellt wurde die Alec Bradley Coyol im Jahr 2014. Die Idee war, nicht nur ein Land oder eine Region zu zeigen, sondern den Tabak einer konkreten Farm in den Mittelpunkt zu stellen. Das US-amerikanische Magazin "Cigar Aficionado" schrieb bereits zur Einführung, dass "eine einzelne Farm in Honduras die Inspiration für diese Linie war". Der Blend kombiniert ein honduranisches Deckblatt mit Longfillern aus Honduras und Nicaragua. Gefertigt wird die Coyol bei Raíces Cubanas in Honduras.
Geschmacklich ist die Alec Bradley Coyol mittelkräftig bis kräftig einzuordnen. Typisch sind Holz, Erde, Nuss, Leder, florale Noten, Honigsüße, Gewürze und eine gewisse herbe Frische. Im Vergleich zur Alec Bradley Black Market wirkt die Coyol weniger dunkel, weniger modern inszeniert und stärker terroirbezogen. Die Black Market ist die kommerziell erfolgreichere und markenprägendere Serie; die Coyol bleibt dagegen eher eine Spezialisten-Zigarre für Genießer, die honduranischen Farmtabak und einen etwas eigenständigeren Rauchverlauf suchen.
Bewertung der Coyol-Serie durch die Sächsische Pfeifenstube
Innerhalb des Sortiments aller Alec Bradley Zigarren nimmt die Coyol eine solide, aber nicht zentrale Rolle ein. Sie ist wichtiger als viele Nebenlinien, erreicht aber nicht die Bedeutung von Black Market, Alec Bradley Prensado oder Tempus. Ihre Qualität zeigt sich dennoch in den Bewertungen: Die Alec Bradley Coyol Petit Lancero erhielt bei Cigar Aficionado 93 Punkte und wurde als Nr. 18 der Top 25 Cigars of 2016 ausgezeichnet. Neuere Bewertungen nennen unter anderem 90 Punkte für die Coyol Double Churchill und 88 Punkte für die Petit Lancero.
Die Bewertung der Coyol-Serie durch die Sächsische Pfeifenstube fällt insgesamt neutral aus: Es handelt sich um ordentliche Zigarren aus Honduras, die jedoch fast beliebig ersetzbar wirken. Wahrscheinlich hat die Serie auch deshalb nie einen großen Erfolg in Deutschland gefeiert.
Wer Alec Bradley Coyol in der Sächsischen Pfeifenstube kaufen möchte, findet eine charaktervolle Honduras-Zigarre mit eigenständigem Profil - weniger Mainstream als Black Market, aber spannend für Aficionados, die Herkunft und Tabakcharakter bewusst erleben möchten.