Casdagli Zigarren - von Kuba über die Dominikanische Republik nach Costa Rica
Die eigentliche Zigarrengeschichte begann in den 1990er-Jahren. Jeremy Casdagli ließ zunächst kleine Mengen eigener Zigarren aus Kuba von Master-Torcedor Carlos Valdez Mosquera rollen. Teilweise entstanden gerade einmal 500 bis 1.000 Zigarren im Monat für ausgewählte Kunden und Häuser in London.
Nach dem Ruhestand Mosqueras musste ein neuer Produktionspartner gefunden werden. Ab 2013 begann die Zusammenarbeit mit Hendrik Kelner Jr. und dessen Boutique-Manufaktur in der Dominikanischen Republik. Dort entstanden wichtige Casdagli-Serien wie Traditional, Club Mareva, Basilica und Cabinet Selection. Es waren dann keine kubanischen Zigarren mehr, sondern dominikanische Zigarren - so schnell kann es gehen. Die Geschichte kennen Genießer von anderen großen Marken wie Barcadi oder den berühmten Davidoff Zigarren.
Costa Rica kam später als weiterer wichtiger Produktionsstandort hinzu. Jeremy Casdagli lernte Don Olman bereits 2012 in Puriscal kennen. Besonders interessant fand er dessen Zugang zu peruanischen Tabaken und später den sogenannten „Mejorado“-Prozess. Dabei werden ausgewählte importierte Tabake bei Tabacos de Costa Rica nochmals mehrere Monate im Pilón fermentiert. Ein Verfahren, das nach dem Kauf von "frischem" Tabak in der Branche absolut normal ist. So stieg man um auf Zigarren aus Costa Rica. wahrscheinlich die beste Entscheidung, die Jeremy Casdagli für seine Marke treffen konnte...
Villa Casdagli Linie im Jahr 2021 eingeführt
Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist die 2021 eingeführte Villa Casdagli Linie. Ihre Blends kombinieren Tabake aus Ecuador, der Dominikanischen Republik, Nicaragua und Peru und gehören zu den körperreicheren Zigarren der Marke. Formate wie Robusto, Toro oder der ungewöhnliche Pigasus entstehen bei Tabacos de Costa Rica in Puriscal, genauso wie die herausragenden Aureum Zigarren.
Costa Rica spielt bei Casdagli jedoch noch eine größere Rolle: Daughters of the Wind und Cypher 3311 werden ebenfalls dort gefertigt, allerdings in einer anderen Boutique-Manufaktur in San José.
Casdagli ist deshalb keine klassische costa-ricanische Zigarrenmarke. Vielmehr steht sie für internationales Blending und die gezielte Zusammenarbeit mit kleinen, spezialisierten Manufakturen – wobei Costa Rica heute ein wichtiger Bestandteil dieser Geschichte ist.